|
|
EMail - System |
Mailsystem
Das Mailsystem benützt die Programme
- postfix
- fetchmail
- qpopper bzw dovecot
- uucp
Unser Mailsystem verbindet den Computerraum mit einem Postkasten von
t-online@school und einem EMail-Account, der mit UUCP geleert werden muß.
Im folgenden bezeichnen wir diesen Postkasten als my.email.de
Alle EMails an irgendeinen User z.B. meier@my.email.de werden von
UUCP abgeholt und sollen im Server linux landen.
Dort werden sie dem User meier -so vorhanden- zugewiesen.
Die EMail-Adresse bei t-online nennen wir myGym@t-online.de

Für jeden User werden die Mails in Dateien gespeichert, die in /var/spool/mail/ liegen. Sie können mit jedem Texteditor betrachtet werden. Zu Testzwecken sollte man dies tun. Ebenso können sie dort von root gelöscht werden.
qpopper
qpopper ist der pop3-Server, der die Mails vom Linux-Server auf Anforderung zu
den Clients leitet.
Benutzer ohne Kennwort und root (Benutzer mit ID unter 500) werden von
qpopper nicht akzeptiert.
Deshalb erhalten die Schüler-Accounts s0, s1, s2 ... auf Linux ein gemeinsames
Kennwort.
Dieses Kennwort muß im EMail-Programm beim Abholen der Mail vom pop3-Server (
hier linux )
oder beim Anlegen des Kontos eingegeben werden.
Für qpopper muß auf Linux der xinet-Deamon aktiviert
werden.
Die Zeile pop3 stream Programm qpopper... etc soll kein
Kommentar sein!.
Ein anderer der Dienste, die im xinet-Deamon angeboten werden, ist nicht nötig.
dovecot
ist ein Mailserver, der variabler eingesetzt werden kann. Unser Mail-System ist
ein Übungssystem ohne Ambitionen hinsichtlich Sicherheit.
Wir wollen lediglich, dass die SchülerClients untereinander Emails austauschen
können.
Wir benötigen somit nur einen pop3-Server. Die Kennwörter können
unverschlüsselt lagern und übermittelt werden.
Dovecot wird über mit dem Runlevel-Editor gestartet. Im Verzeichnis /etc/dovecot
ist die Konfigurationsdatei dovecot.conf
dovecot.conf
|
#*** Protokol pop3 *********** |
/etc/dovecot/passwd
|
s1:{PLAIN}pupil |
Die Client-User werden hier mit der Passwort-Datei oben identifiziert. Das
Kennwort ist stets pupil.
Dovecot versucht nach erfolgreicher Authentifizierung den Zugriff
auf die Mail-Datei in /var/spool/mail und zwar unter der UserID,
die in der dovecot.conf angegeben ist, hier User kp
Jedoch werden diese Dateien erstmals von Postfix zunächst so angelegt, dass nur
z.B. s1 darauf Zugriff hat.
Root muß dashalb bei allen Email-Dateien in /var/spool/mail Lese-
und Schreibzugriff freigeben.
Einstellungen bei den Clients
z.B.: Netscape Messenger
Bearbeiten - Einstellungen - Mail&Diskussionsforn
Idendität :
Name : sX X=0,1,2,...
EMail : sX@my.email.de
Server für Eingehende Mail
Hier bei Server Hinzufügen oder Bearbeiten
linux bzw 192.168.2.20
pop3-Server
Mail für ausgehende Mail
linux bzw 192.168.2.20
Nach diesen Einstellungen kann bereits ein erster Test erfolgen. Rufe die
EMail von den Clients aus ab, d.h. das, was z.B. in der Datei /var/spool/mail/sX
steht. Netscape Messenger fordert das Kennwort von sX l. Der pop3-Server-Dienst
sollte sich melden und die Verbindung bestätigen. E-Mails wird es wohl noch
nicht geben.
Postfix
benötigt kaum Einstellungen. Man prüfe in /etc/postfix/main.cf die Daten, die für internen EMail-Verkehr wichtig sind:
main.cf auf linux
|
myhostname=linux.ag2.de |
Wichtig ist der Eintrag my.email.de, sonst fühlt sich postfix
auf linux nicht für die Mails zuständig, die uucp anbringt!
Mails der SchülerClients, die weder an linux.ag2.de noch an my.email.de
werden dem relayhost, also der IAU übergeben
main.cf auf der IAU
|
myhostname=iau.ag2.de |
Auf beiden Rechnern werden in der main.cf die Einträge
inet_interfaces und smtpd_recipient_restictions auskommentiert.
Der smtp-Deamon ist nach außen durch die Firewall abgesichert!
Dann sollte das Mailen innerhalb schon richtig funktionieren! Sende von
einem Client z.B. comp1 an s3@linux.ag2.de
Prüfe am Server mit Texteditor die Datei /var/spool/mail/s3. Rufe
die Post bei comp3 ab!
Fehlersuche:
Prüfe die log-Datei /var/log/mail !!
Prüfe die Postfix-Einstellungen durch das Kommando postconf
In der main.cf verhindert
defer_transports = smtp
zunächst den Tranport. Der Befehl (evt in der crontab ) sendmail -q erzwingt
dann den Transport der EMails
Umleiten von Mails - aliases
In die Datei /etc/aliases
wird eingefügt
|
root:
private.EMail@irgendein.provider.de |
Die ersten Einträge dienen der Umleitung von Fehlermeldungen an root.!
mailliste ist eine
(Unix-)Textdatei der Form
|
#**** Liste aller Empfänger, die unter alle@linux.ag1 ****** |
Ein EMail an alle@linux.ag2.de erhalten so alle Empfänger der Liste.
aliases ist nur eine Textdatei.
Durch den Befehl newaliases wird die Datenbank aliases.db
aktualisiert!
Und ein Neustart von postfix mit dem Befehl
/etc/init.de/postfix restart
Sonst geht's nicht.
Postfix-Kommandos
postcat zeigt in der aktuellen Postfix-Version den Inhalt der
Queues an
postconf zeigt die in der Datei main.cf gesetzten Werte an.
postalias ist für die Mail-Aliases zuständig.
Standart-Einstellung ist aber die Datei /etc/aliases (Siehe oben!)
Fetchmail
holt die Post vom Provider,
hier von myGym.@t-online.de.
Im Home-Vezeichnis ist die Datei .fetchmailrc anzulegen, die
fetchmail mitteilt,
wo die Post abzuholen ist:
|
#Datei .fetchmailrc ****************************** |
Dieses Beispiel leert das Konto bei t-online.de
Natürlich ist die Datei .fetchmailrc nichts für jedermann, denn sie enthält
das password "xyz".
Deshalb die Rechte einstellen mit:
chmod 600 .fetchmailrc
chown root .fetchmailrc
Auf der Konsole kann man nun als User root nun die Post abholen
Befehl fetchmail -a -v -k -t 300
-a alles abholen
-v Kommentar, damit man am Bildschirm was sieht!
-k keep - löscht die Mails nicht, damit man mehrmals darf!
-t 300 Timeout 300s = 5min. Falls der Verbindungsaufbau länger dauert.
Weiterleiten der Post
Dazu erhält die Datei transport in /etc/postfix auf
der IAU die Einträge
linux.ag2.de smtp:192.168.0.18
my.email.de smtp:192.168.0.18
Mit dem Befehl
postmap /etc/postfix/transport
wird die Datenbank /etc/postfix/transport.db erstellt und
bei erneutem Start von Postfix eingelesen und beachtet.
Jetzt werden die Mails an s0@linux.ag2.de , die fetchmail
abholt, an postfix auf Linux weitergeleitet.
Alle Mails, die von UUCP abgeholt werden, gehen dengleichen Weg, denn diese
haben my.email.de als Empfänger-Adresse.
Zu den t-online Servern
pop.t-online.de und mailto.t-online.de
Diese Server sind für Privat-Anwender. Für ein Schulnetz ergeben sich folgende
Nachteile
Umfang und Zahl der EMail sind beschränkt.
Jede Mail erhält als Absender-Adresse myGym@t-online.de
Mails, die nicht zugestellt werden können, landen also in unserer Konfiguration
bei s0!