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Drucker-Dienst mit lpd |
Linux pk-applets |
Drucker-Einrichtung
Bei der Installation von SuSE-Linux wird i.A. eine Gerätedatei
/dev/lp0, /dev/lp1 oder /dev/lp2 mit der parallelen Schnittstelle
verbunden. Der Druckerdeamon lpd ist bei älteren Versionen installiert.
Wir testen die Gerätedatei, indem wir eine Textdatei, hier /etc/hosts,
dorthin senden. Der Drucker sollte dann reagieren.
Befehl
cat /etc/hosts > /dev/lp0 bzw
cat /etc/hosts > /dev/lp1
Mit Yast wird nun der Drucker installiert. I.A. sollte man unter Linux PostScript-Drucker benutzen. Als Netzwerk-Drucker eignen sich aber andere auch:
Yast, Administration des Systems, Hardware integrieren , Drucker konfigurieren:
Das genaue Druckermodell ist nur wichtig, wenn man Graphikdruck unter
Linux möchte.
Nach erfolgreicher Einrichtung sind nun die Spool-Verzeichnisse eingerichtet
und zwar in /var/spool/lpd
Hier sind die Verzeichnisse ascii , lp , raw zu finden:
'ascii' : Textausdruck.
'lp' : (oft primitiver) Druckertreiber für Ausdruck unter
Linux
'raw' : dient dem Ausdruck im Netz
Test:
Ausdruck übers Netz
ist nun ein einfacher Vorgang: Ergänze im Global-Teil durch printing = bsd und als share:
[HP-Netz]
path = /tmp
printable = yes
In path steht wertneutral /tmp.
Fehlgeleitete Druckaufträge findet man dann dort!
Damit nun Samba die eingehenden Druckeraufträge richtig zuordnet,
ist die share-Bezeichnung hier wichtig:
- Entweder man benützt hier eine Bezeichnung aus der betreffenden
Zeile von etc/printcap
- oder man fügt eine entsprechende Bezeichnung hinzu
Auszug aus /etc/printcap:
| raw|HP-Netz|lp3|laserjet-a4-raw|laserjet a4 raw:\
:lp=/dev/lp0:\ :sd=/var/spool/lpd/laserjet-a4-raw:\ :lf=/var/spool/lpd/laserjet-a4-raw/log:\ :af=/var/spool/lpd/laserjet-a4-raw/acct:\ :if=/var/lib/apsfilter/bin/laserjet-a4-raw:\ :la@:mx#0:\ :tr=:cl:sh:sf: |
Die erste Zeile enthält die Bezeichnungen, die für das share benutzt werden können. Sie sind durch '|' getrennt. HP-Netz wurde von Hand eingefügt.
Eine weitere Konfiguration am Serversystem ist i.A. nicht nötig.
Wenn wirklich noch etwas einszustellen ist, so studiert man die
apsfilterrc-Dateien:
Unser Drucker erzeugte zu jedem Ausdruck eine zusätzliche Leerseite.
Ein Befehl FORMFEED kommt von Winndows-Programm, das schließlich
die Seite draußen haben will. Der Zweite Befehl von Linux, das den
Inhalt vom RAW-Spooler mit FORMFEED-Befehl abschickt.
Dies wird in der apsfilterrc.XXX (XXX=Druckerbezeichnung) durch Auskommentieren
der Anweisung PRINT_RAW_SUPPRESS_FORMFEED="yes" unterdrückt.
Einstellungen am Client
Die übrige Arbeit erfolgt am Client: Der Drucker sollte nun als
share des Linux-Servers mit Druckersymbol nach dem Samba-Restart in der
Netzwerkumgebung von einem Clients aus zu sehen sein. Doppelklick darauf,
und die Aufforderung zur Einrichtung erscheint.
Ist am Client lokal ein Drucker angeschlossen, so wähle als Schnittstelle
nicht die besetzte aus, also statt LPT1 besser LPT2
Ansonsten wird der Druckertreiber wie unter Windows 95/98 üblich
installiert. Bei einem Ausdruck am Client erstellt nun der Druckertreiber
des Clients die Daten, die direkt an den Drucker gehen. Diese gehen übers
Netz und landen im Spooler 'raw'. Der lpd-Deamon schickt sie dann an den
Drucker.
Drucker-Befehle:
| lpd | Druckerspooler-Deamon |
| lpc | Druckerspooler-Deamon control erwartet Befehle.
lpc status |
| lpr | Einreihen in den Spooler.
z.B.: lpr -Pascii Datei Datei wird in ascii Warteschlange eingereiht. |
| lpq | Anzeigen einer Warteschlange
z.B. lpq -Pascii |
| lprm | Aus Warteschlange entfernen
z.B. lprm -Pascii 2 löscht den 2. Eintrag |